Die praxisrelevante Logopädie-Ausbildung

in der seit 1994 staatlich anerkannten Lehranstalt. Wir haben unseren Beginntermin unserem Hochschulpartner angepasst. Die Ausbildung in der Logopädie beginnt auch im Herbst.

Das Berufsbild

In den letzten Jahrhunderten wurden immer mehr Aufgaben, die vorher den Ärzten allein vorbehalten waren, auf andere Mitarbeiter delegiert - so entstanden neue Berufsbilder, die sogenannten nichtärztlichen Heilberufe. Seit Ende des vorigen Jahrhunderts übernahmen speziell ausgebildete Mitarbeiter bestimmte Aufgaben im diagnostischen und therapeutischen Bereich von sog. Phoniatern (Stimm- und Sprachärzte). Es entwickelte sich das Berufsbild des Logopäden. Die Berufsbezeichnung wurde abgeleitet aus den griechischen Wörtern „logos“ (Wort) und „paideuein“ (erziehen). Im Jahre 1964 wurde die erste staatlich anerkannte deutsche Lehranstalt für Logopäden in Berlin gegründet. Die Logopädie-Ausbildung und die Berufsausübung des Logopäden sind geregelt im Gesetz über den Beruf des Logopäden vom 07. Mai 1980 (Bundesgesetzblatt 1.22/80, Seite 529) sowie der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Logopäden vom 01.10.1980 (Bundesgesetzblatt 1.63/80, Seite 1892).

Praxisrelevante Logopädie-Ausbildung

Die Ausbildung zum/zur Logopäden/in dauert 3 Jahre und findet in einer staatlich anerkannten Lehranstalt für Logopädie statt. Die Logopädie-Ausbildung umfasst 1.654 theoretische Unterrichtsstunden sowie 2.100 Unterrichtsstunden mit praktischer Unterweisung. Es werden Patienten mit unterschiedlichen Störungsbildern von den Schülern in der Lehranstalt unter Supervision von Lehrtherapeuten behandelt. Die Ausbildung endet mit einer staatlichen Prüfung. Nach erfolgreichem Absolvieren der Staatsprüfung wird die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung Logopäde/in beantragt.

Die Logopädie-Ausbildung ist konsequent praxisorientiert. Der überwiegende Teil der Ausbildung findet unter Anleitung und Supervision der Lehrtherapeuten in den Schulpraxisräumen mit Patienten der unterschiedlichen Störungsbilder statt. Ergänzend lernen die zukünftigen Logopäden den Arbeitsalltag in externen Praktika in den Kooperationseinrichtungn der Schule kennen.

 

 

Die Aufgaben des Logopäden/der Logopädin

Die Aufgabe der Logopäden besteht in der Befunderhebung und Therapie von Kommunikationsstörungen. Sie beinhaltet auch die Prävention und Beratung der Patienten sowie die ihrer Angehörigen und Eltern.

Ziel der logopädischen Therapie ist es, die Kommunikationsfähigkeit der Patienten wiederherzustellen oder im Rahmen einer umfassenden Rehabilitation zu verbessern oder zu kompensieren und deren soziale Integration zu fördern bzw. wiederherzustellen. Aufgabe und Ziel ist es aber auch, bei beginnenden Symptomen vorbeugend und beratend einzugreifen, um schwere Störungen abzuwenden. Im Einzelnen behandeln Logopäden Patienten mit Störungen der Stimme, der Sprache, des Sprechablaufs, des Redeflusses, der Nahrungsaufnahme und des Gehörs. Letztere allerdings nur, wenn sich diese auf Sprache und Sprechen auswirken. Menschen aller Altersgruppen können von solchen Störungen betroffen sein: Erwachsene, Jugendliche, Schulkinder, Kinder im Vorschulalter und Säuglinge. 

 

Fächer in der Logopädie-Ausbildung:

  • Berufs-, Gesetzes-, Staatsbürgerkunde
  • Anatomie und Physiologie
  • Pathologie
  • Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
  • Pädiatrie und Neuropädiatrie
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • Neurologie und Psychiatrie
  • Kiefer-Orthopädie und Kiefer-Chirurgie
  • Phoniatrie
  • Aphasiologie
  • Audiologie und Pädaudiologie
  • Elektro- und Hörgeräteakustik
  • Logopädie
  • Phonetik/Linguistik
  • Psychologie und klinische Psychologie
  • Soziologie, Pädagogik, Sonderpädagogik
  • Stimmbildung, Sprecherziehung
  • praktische Unterweisung/Hospitationen in Phoniatrie und Logopädie
  • Übungen zur Befunderhebung und Therapieplanung sowie Therapie unter fachlicher Aufsicht und Anleitung
  • Zusammenarbeit mit Angehörigen des therapeutischen Teams auf dem Gebiet der Audiologie und Pädaudiologie, Psychologie einschließlich Selbsterfahrungstechniken und Musiktherapie

Ergänzend zu den Ausbildungsinhalten der Ausbildungs- und Prüfungsordnung erhalten unsere Fachschüler bei unserer Logopädie-Ausbildung eine Basisschulung "Tiergestützte Therapie" mit dem Hund sowie die Einführung in die Gebärdensprache.

Aufnahmetermin für die Logopädie-Ausbildung:

9. April 2018

Bewerbungsschluss ist jeweils 6 Wochen vor Beginn.

Max. 12 Teilnehmer/innen pro Lehrgang

Kosten

Hier finden Sie unsere Kostenübersicht. Unsere Schulgebühren sind All Inclusive: Wir erheben keine Prüfungsgebühr und stellen die Fachliteratur zur Verfügung.

Förderung nach BAföG ist im Einzelfall möglich.

Fern-Studium parallel zur Logopädie-Ausbildung

Der Therapeut von morgen ...

… muss für Herausforderungen des sich stetig weiterentwickelnden Wachstumsmarktes gewappnet sein. In der amt - Gesundheitsakademie im Vest werden deswegen zusätzlich zu den klassischen Inhalten einer Logopädie-Ausbildung ein vielseitiges Leistungsspektrum und frühzeitige Spezialisierungen angeboten. Dazu gehört natürlich auch gelebte Interdisziplinarität. Die logische Ergänzung dieser hohen Ansprüche und des bewährten Konzepts einer Logopädie-Ausbildung ist der Bachelor-Studiengang in Health Care Studies an der Hamburger Fern-Hochschule. Durch dieses zusätzliche Qualifizierungselement werden die berufliche Zukunft und die Karriereaussichten gesichert.

Health Care Studies: Bachelor of Science (B.Sc.) – eine Ergänzungsmöglichkeit zur Logopädie-Ausbildung

Wir kooperieren beim dualen Studiengang Health Care Studies mit der HFH - Hamburger Fern-Hochschule. Das 8-semestrige Studium gliedert sich in 2 Abschnitte, wobei der 1. Abschnitt das 1. bis 4. Semester umfasst und zum Beginn des 2. Ausbildungsjahres startet. Die Inhalte des Studiums sind dabei auf die Inhalte der Logopädie-Ausbildung bzw. anderer Ausbildungen abgestimmt. Der 2. Abschnitt, d.h. das 5. bis 8. Semester, begleitet nach der Abschlussprüfung in der Berufsfachschule den Berufseinstieg. In regionalen Studienzentren, für unsere Schüler z.B. in Essen oder Dortmund, finden zur Unterstützung des Selbststudiums und zur Prüfungsvorbereitung Präsenzveranstaltungen statt.

Beispielsweise bei der Bewerbung um Leitungs- und Lehrtätigkeiten kann durch den akademischen Abschluss ein Wettbewerbsvorteil entstehen.

Anforderung von Infomaterial zur Ausbildung in der Logopädie


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